Ulfenbachtal-Schule


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4.3 Bildung und Förderung

Schulprogramm > 4 Leitsätze und Schwerpunkte der schulischen Arbeit

4.3 Bildung und Förderung

Eigene und fremde Stärken und Schwächen sollen akzeptiert werden als Voraussetzung für ein gemeinsames Lernen. Ziel ist die optimale Förde-rung des Einzelnen sowie der Erwerb einer soliden Allgemeinbildung.


4.3.1 AGs

Über die von der Stundentafel hinaus geforderte Wissensvermittlung zum Erwerb einer soliden Allgemeinbildung haben die Schüler bei uns die Möglichkeit, freiwillig an Ar-beitsgemeinschaften teilzunehmen, die ihren besonderen Interessen und Stärken ent-sprechen. Gerade die Arbeitsgemeinschaften sind erlebnispädagogische Angebote, die das Aufeinanderzugehen und gegenseitige Helfen fördern. Das schulische Angebot richtet sich hierbei nach der Anzahl der verfügbaren Lehrerstunden und dem Angebot engagierter Eltern bzw. Großeltern. Es variiert daher von Jahr zu Jahr. Bislang konnten folgende AGs angeboten werden:

¢ Bauchtanz
¢ Rhythmische Gymnastik
¢ Turnen
¢ Handarbeiten
¢ Flöten
¢ Rhythmisch-musikalische Erziehung
¢ Chor
¢ Computer-Kurs
¢ Theater
¢ Französisch
¢ Experimentieren


Wir streben Kontinuität bzw. Reaktivierung und Erweiterung dieses Angebots an, da das Interesse der Kinder groß ist.


4.3.2 Deutsch als Zweitsprache

Ausländische Kinder aller Nationalitäten sind häufig aufgrund der sprachlichen Barriere schulisch benachteiligt. Um dies auszugleichen, erhalten sie zusätzlichen Deutschunter-richt. Die Teilnahme ist verpflichtend und findet klassenübergreifend statt. Ausgehend vom individuellen sprachlichen Leistungsniveau ist es die Aufgabe des hier eingesetz-ten Fachlehrers, jedes Kind mündlich und schriftlich gezielt zu fördern.

4.3.3 Schuleigenes Konzept zur Rechtschreibförderung

Nicht nur Kinder mit fremder Muttersprache, auch deutsche Kinder haben Probleme. Daher wurde ein schuleigenes Konzept für Schüler mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und Rechtschreiben erarbeitet. Es basiert auf der Verordnung (VOLRR) und den Verwaltungsvorschriften (ABl. 6/06, S. 429 ff) vom 18.05.2006.

Bereits bei der Einschulung soll im Sinne der Prävention ein Augenmerk auf mögliche Schwierigkeiten gelegt werden, da die Förderung bei Teilleistungsschwächen umso ef-fektiver ist, je früher sie einsetzt.

In den Schuljahren 2 bis 4 wird zu Beginn eines jeden Schuljahres mit allen Schülern ein diagnostischer Test zur Feststellung eventuell bestehender Rechtschreibschwächen durchgeführt. Sollten, auch unter Hinzuziehung weiterer Kriterien, besondere Schwie-rigkeiten im Sinne der Verordnung festgestellt werden, beschließt die Klassenkonferenz Art, Umfang und Dauer der Fördermaßnahmen.

Innerhalb der Klasse bemüht sich der unterrichtende Lehrer um eine didaktisch-methodische Förderung nach den Empfehlungen des Landesverbandes Legasthenie Hessen e.V. und setzt geeignete Fördermaterialien ein. Klassenübergreifend arbeiten die betroffenen Kinder am Computer in einem speziell eingerichteten Förderkurs (s. Punkt 4.3.4). Hierbei nutzen wir auch das Lernprogramm GUT1 (www.gut1.de)

Die Eltern werden frühzeitig und umfassend informiert. Sie haben die Möglichkeit, eine schriftliche Ausgabe des schuleigenen Förderkonzepts zu erhalten, das die Möglichkei-ten der Förderung detailliert und verständlich beschreibt. Besonders wichtig ist uns ein regelmäßiger, vertrauensvoller Austausch. Ein halbjährlich fortgeschriebener schuleige-ner Förderplan dokumentiert den jeweils aktuellen Leistungsstand, das Arbeitsverhalten und die Lernentwicklung.


4.3.4 Förderunterricht

Im Förderkurs für lese-rechtschreibschwache Schüler arbeiten zwischen max. 8 Kinder alleine oder in geeigneten Zweierteams an einem PC. Gut bewährt hat sich der Einsatz des Programms Gut 1, eine für die Grund- und Förderschule speziell entwickelte, leicht bedienbare Software, die jährlich durch eine schuleigene Lizenz auf den neuesten Stand gebracht wird.

Neben diesem Förderkurs wird in allen Klassen auch regelmäßig vom Klassenlehrer Förderunterricht in Mathematik und/oder Deutsch angeboten. Dieser bietet neben den binnendifferenzierenden Maßnahmen sowohl für leistungsstarke als auch leistungs-schwache Kinder die Möglichkeit, in einer Kleingruppe gefordert und gefördert zu wer-den. In der Flexiblen Eingangsstufen finden die Förderkurse nach Förderschwerpunkten klassenübergreifend statt, um optimaler die Förderstunden nutzen zu können.


4.3.5 Sprachheildiagnostik

Fast jedes vierte Kind im Vorschulalter leidet unter Verzögerungen und Störungen in der Sprachentwicklung - Tendenz steigend. Wegen dieser gesellschaftlichen Entwick-lung ist die Sprachheildiagnostik aus der Schule nicht mehr wegzudenken. Bislang übte eine Sprachheillehrerin mit den betroffenen Kindern in symptomgleichen Kleingruppen und in Einzelförderung. Eine häusliche, logopädische oder ergotherapeutische Weiter-führung war meist erforderlich, um einen dauerhaften Erfolg sicherzustellen. Seit dem Jahr 2007 überprüft die Sprachheillehrerin die Kinder des 1. Schuljahres in Bezug auf Sprachdefizite und empfiehlt dem Klassenlehrer und insbesondere den Eltern weitere Maßnahmen.


4.3.6 Leseförderung

Der Bereich Lesen erscheint uns als besonders förderungswürdig. Lesen ist eine Grundvoraussetzung allen schulischen Lernens; Informationsentnahme aus Texten und Erlesen von Aufgabenstellungen wird in allen Fächern vorausgesetzt.

Unsere Gesellschaft wandelt sich zunehmend zu einer Informationsgesellschaft, in der der ungehinderte Zugang zu Informationen immer wichtiger sein wird. Vom ersten Schulbuch bis ins Arbeitsleben hinein müssen Informationen gelesen, verstanden und umgesetzt werden, um Chancengleichheit wahren zu können.

Lesen lernen ist für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung sehr wichtig. Die Ausei-nandersetzung mit Literatur fördert sowohl Fantasie, Kreativität als auch das Problem-bewusstsein. Bücher eröffnen den Schülern neue Welten, Ideen und Vorstellungen. Sie bilden die Grundlage für umfangreiches Wissen. Das Lesen trägt zur Entwicklung der Selbständigkeit, des Denkens und der Individualität entscheidend bei und stärkt außer-dem das Selbstbewusstsein. Außerdem muss die Schule durch das Schaffen immer neuer Lernanreize die zum Teil geringen oder fehlenden häuslichen Leseangebote kompensieren. Aus diesen Gründen haben wir die Leseförderung als Arbeitsschwer-punkt gewählt.

In einem offenen kreativen Umgang mit Literatur wollen wir den Schülern neben dem intellektuellen Erfassen auch eine sinnlich-emotionale Zugangsweise zur Welt des Bu-ches eröffnen. Da der Leselernprozess durch das Konzept "Lesen durch Schreiben" gelehrt wird und die Kinder ohne Fibel arbeiten, können sie von Anfang an nach ihren individuellen Interessen lesen. Die Lesefreude der Kinder soll dadurch frühzeitig ge-weckt, erhalten und gesteigert werden. Dies wollen wir durch Folgendes erreichen:

Seit Oktober 2000 gibt es an unserer Schule eine Leihbücherei, die von Eltern einge-richtet wurde und auch weiterhin von diesen betreut wird. Einmal im Schuljahr findet ein "Tag des Buches" statt, außerdem wird alle zwei Jahre eine Autorenlesung und eine Buchausstellung durchgeführt.

Weitere konkrete Aktionen und geplante Projekte sind unserem separaten Lesekonzept zu entnehmen.


4.3.7 Neue Medien

Neben dem Buch haben dennoch ganz selbstverständlich auch die sogenannten "Neu-en" Medien bereits Einzug in den Schulalltag gehalten und stehen gleichwertig neben den klassischen Medien. Ganz selbstverständlich arbeiten die Kinder an Computern, die bereits in allen Klassenzimmern vorhanden sind, z. B. im Rahmen des Arbeitspla-nes oder selbstständig während des gleitenden Anfangs, den Regenpausen oder der Betreuung.

Der neu ausgestattete Computerraum im 1. Stockwerk wird für das vom Lehrer in Kleingruppen organisierte Lernen genutzt. Weiterhin steht uns ein halber Klassensatz mit Laptops im Erdgeschoss zur Verfügung, der regelmäßig und mit Begeisterung ge-nutzt wird, z.B. im normalen Unterricht, für Projektarbeiten oder von der Computer-AG. Unterstützt wird das multimediale Lernen und Arbeiten durch Farb- und SW-Drucker, Beamer, Digitalkamera und Scanner. Die vernetzten Rechner verfügen über einen In-ternetanschluss.


4.3.8 Schuleigenes Konzept zur Bewertung von Leistungen

Im Kollegium werden Absprachen zu Leistungsanforderungen und Leistungsbewertun-gen getroffen, ein einheitliches Bewertungsschema etwa bei Mathematikarbeiten, Dikta-ten oder Kriterien für die Aufsatzerziehung wurden erstellt und 2014 auf ihre Aktualität hin geprüft.


4.3.9 Projekttage

Unseren Schülern soll durch Projektunterricht gemeinsames Handeln zu eigenen Inte-ressen, praktisches Handeln an verschiedenen Lernorten und Lernen mit allen Sinnen ermöglicht werden.

Deshalb finden an unserer Schule neben den im regulären Unterricht durchgeführten Projekten jährlich in der Zeit zwischen Oster- und Sommerferien zusätzlich Projekttage statt. Während dieser Projekttage werden den Schülern Themen, die über den Rahmen des Fächerkanons hinausgehen, angeboten. Die verschiedenen Vorhaben erfolgen im zweijährigen Wechsel entweder klassenintern oder im Einwahlverfahren, wobei auf eine große Verschiedenartigkeit der angebotenen Projekte geachtet wird. Neben den Projek-ten durch Kollegen unterstützen uns Eltern/ehemalige Kollegen und das Deutsche Rote Kreuz mit Projekten.


4.3.10 Frankreichprojekt

Im Rahmen der interkulturellen Erziehung soll bei den Schülerinnen und Schülern das Interesse an fremden Kulturen und Sprachen geweckt werden. Deshalb haben die Schüler der 4. Jahrgangsstufe und seit dem Schuljahr 2012/13 die Schüler der 3. Jahr-gangsstufe die Möglichkeit, während der Projekttage nach Frankreich zu fahren, wo sie in Gastfamilien untergebracht sind.

Bei dem Besuch in Frankreich finden diverse Aktivitäten wie Besichtigungen, gemein-same Wanderungen und Sportfeste statt sowie die Teilnahme am Unterricht. Die fran-zösischen Schüler kommen anschließend zum Gegenbesuch in unsere Schule. So können die Schüler gegenseitig Einblicke in die entsprechende Kultur und Lebensart gewinnen:

¢ Familienleben (Essgewohnheiten, Lebensgewohnheiten etc. )
¢ Schulalltag (Stundenplan, Unterrichtsfächer etc.)
¢ geografische Informationen (Wohn-/Schulort und Umgebung)
¢ Sehenswürdigkeiten
¢ Feste, Feiern
¢ Freizeitgestaltung, Hobbys.

Alle Schüler, die an diesem Projekt teilnehmen, haben vorher die Möglichkeit, in einer Französisch-AG mit der Sprache vertraut zu werden. Bei gemeinsamen Unternehmun-gen von deutschen und französischen Kindern sollen die angebahnten Sprachkenntnis-se erprobt werden. Durch die Nutzung verschiedener Medien (Email, Videos, Briefe etc.) werden die Kontakte intensiviert und Informationen ausgetauscht.

Da im vergangenen Schuljahr die Partnerschule wechselte, fand 2012/13 lediglich eine Begegnungsfahrt in Frankreich statt. Aufgrund der positiven Erfahrungen der neuen Schule ist angedacht, den Austausch wieder aufzunehmen.

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